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Portugiesisch

Heute gilt Portugiesisch als Weltsprache. Es wird von über 240 Millionen Muttersprachlern gesprochen; einschließlich der Zweitsprachler beläuft sich die Zahl der Sprecher auf etwa 270 Millionen.

Die portugiesische Sprache verbreitete sich weltweit im 15. und 16. Jahrhundert, als Portugal sein Kolonialreich aufbaute, das in Teilen bis in das Jahr 1975 überdauerte und das heutige Brasilien sowie Gebiete in Afrika und an den Küsten Asiens umfasste. Portugiesisch ist alleinige Amtssprache u.a. in Angola, Brasilien, Mosambik, Portugal und São Tomé und Príncipe. Eine wichtige Sprache, aber keine Amtssprache ist Portugiesisch in Andorra, Luxemburg (aufgrund der Zuwanderung von portugiesischen Arbeitskräften von etwa zehn Prozent der Bevölkerung gesprochen), Namibia und Südafrika.

Mit über 190 Millionen Sprechern in Brasilien ist Portugiesisch die am weitesten verbreitete Sprache in Südamerika. Aber auch in den spanischsprachigen Ländern Südamerikas erfreut sich Portugiesisch wachsender Bedeutung. Wegen des großen Einflusses Brasiliens wird Portugiesisch in einigen der restlichen südamerikanischen Staaten unterrichtet, besonders in Argentinien und den anderen Mercosur-Mitgliedsstaaten.

In Europa wird Portugiesisch vor allem von den 10,6 Millionen Einwohnern Portugals gesprochen. In Westeuropa hat sich die Sprache vor allem durch Einwanderung aus Portugal in den letzten Jahrzehnten verbreitet und wird von mehr als zehn Prozent der Bevölkerung Luxemburgs und Andorras gesprochen. Daneben gibt es einen nennenswerten Anteil portugiesischsprachiger Bevölkerung in Belgien, Frankreich, Deutschland, auf Jersey und in der Schweiz.